Hase Bob wäscht Getränkekartons grün

Jüngst hoppelt er wieder über die Bildschirme deutscher Wohnzimmer: Der Hase Bob, eine H-Milch-süchtige Animationsfigur mit schlauer Brille auf der Nase, die für die ach so ökologischen Getränkekartons von Tetra-Pak wirbt. Bob sagt, der Getränkekarton bestünde hauptsächlich aus Holz, das ja wieder nachwachsen würde. So werden im Trickfilm aus einem Wald voller Bäume ruckzuck ein paar Getränkekartons. Und dann sprießen wieder neue Bäume aus dem Boden. Alles super-ökologisch.

Die sich aufdrängende Frage, wie aus den Kartons am Ende wieder Bäume oder sonst was werden soll, beantwortet Bob leider nicht (wie auch andere treffend feststellen). Auch grundsätzlich tut sich der vom Niveau her an die Teletubbies erinnernde 30-Sekünder schwer damit, Fakten zu nennen. Glücklicherweise übernimmt dies stattdessen die Deutsche Umwelthilfe in einer Pressemitteilung. Darin wird etwa die realistische Recycling-Quote von Getränkekartons auf nur rund 35 Prozent beziffert. Zudem sei der Zellstoffanteil über die Jahre zurückgegangen, der Getränkekarton bestünde heute bis zu 34 Prozent aus Kunststoff und bis zu sechs Prozent aus Aluminium. In der Konsequenz hält die Organisation die Befreiung des Getränkekartons von der Pfandflicht für nicht weiter gerechtfertigt.

Link: „Ökologisch vorteilhaft“? – Pfandprivileg für Getränkekartons muss überprüft werden

Absurder Duschwecker

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Als bekennender Warmduscher neige ich ja leider dazu, das morgendliche Duscherlebnis weit über die zur Selbstreinigung erforderliche Zeit hinaus auszudehnen. Um mir - insbesondere in der jetzt langsam heranbrechenden kälteren Jahreszeit - wieder zu etwas mehr Disziplin zu verhelfen, habe ich mir den Duschwecker Efergy Shower Time gekauft. Dieser ermahnt nach einer einstellbaren Literzahl mit lautem Piepen daran, kein Wasser zu verschwenden. Damit das klappt, muss dem Gerät einmalig die Durchflussmenge der Brause mitgeteilt werden. Dazu wird ein beiliegender Messbeutel bis zur Markierung befüllt und die dazu erforderliche Zeit gestoppt. Wird der Wecker danach beim Duschen gestartet, zeigt er die verbrauchte Wassermenge an und signalisiert das Erreichen des Budgets.

Klingt soweit ganz nett und schlau das alles, leider gibt es aber eine derbe Schwachstelle: Der Wecker hat keine Pause-Taste. Wer zum Einseifen den Hahn zudreht, für den tickt die Uhr weiter. Was an die alte Münzdusche vom Campingplatz erinnert ist ein geradezu absurder Mangel der das Gerät am Ende des Tages als das enttarnt, was es wirklich ist: Ein billiger China-Küchenwecker im hübschen grünen Gewand.