Gar nicht sportlich
Die kürzlich veröffentlichte Pressemitteilung des Sportartikelherstellers JAKO setzt das Scheitern der Marke in Sachen Kommunikation konsequent fort. So ist die halbherzig anmutende Entschuldigung wahrlich kein Zeichen von Größe und Sportsgeist (den man in der eigenen "Philosophie" für sich in Anspruch nimmt), enthält sie doch gleich wieder einen Vorwurf gegen den Blogger Frank Baade – dieser habe voreilig die Bloggerszene alarmiert. Von dort sei die Geschichte dann in die Tageszeitungen gewandert. Na, das klingt ja ganz so, als hätte man sich erst dann genötigt gesehen zu reagieren, als es die Story aus dem Web auch in die Print-Welt geschafft hat. Gibt es eigentlich DSL in Mulfingen-Hollenbach?
Nun gut, in ein paar Wochen wird sicher niemand mehr im Netz von JAKO reden - und offenbar scheint die Firma das ja auch zu wollen. Was bleibt, ist ein gutes Lehrstück, wie man die eigene Marke online an die Wand fährt.
Hintergrund:
- Wie Jako anderen Leuten das letzte Trikot auszieht
- Und Jako schweigt (Handelsblatt)
- Blogger-Abmahnung als PR-Gau (Heise)