Postbox: Mail wie es sein sollte

Seit ein paar Tagen läuft bei mir Postbox als Ersatz für Apple Mail. Grund etwas Neues auszuprobieren war vor allem die schlechte Suchfunktion in Mail, die sich oftmals als Produktivitätskiller erwiesen hat. Anders bei Postbox. Hier hat man offenbar an die Leute gedacht, die mit E-Mail tatsächlich arbeiten müssen:

  • E-Mails werden über Ordergrenzen hinweg als Thread dargestellt. Man hat jederzeit den gesamten Verlauf eines Themas verfügbar. 
  • Mit einem Klick lassen sich alle Nachrichten, Links und Anhänge eines Kontakts anzeigen.
  • Die Suchfunktion ist hervorragend (auch wenn man sie dank der genannten Funktionen nur seltenst braucht).
  • Archivieren einer Mail durch Drücken der Taste „A“ und fertig.
  • Growl-Benachrichtigung bei neuer Post zeigt den Betreff der eingegangenen Mails (verhindert bei mir rund die Hälfte der mailbedingten Arbeitsunterbrechungen).

Anders als Mail fügt sich Postbox gut in meine Arbeitsabläufe ein. Meine Empfehlung: Wer mit Mail nicht absolut zufrieden ist, sollte sich einen Testlauf mit Postbox gönnen.

Hase Bob wäscht Getränkekartons grün

Jüngst hoppelt er wieder über die Bildschirme deutscher Wohnzimmer: Der Hase Bob, eine H-Milch-süchtige Animationsfigur mit schlauer Brille auf der Nase, die für die ach so ökologischen Getränkekartons von Tetra-Pak wirbt. Bob sagt, der Getränkekarton bestünde hauptsächlich aus Holz, das ja wieder nachwachsen würde. So werden im Trickfilm aus einem Wald voller Bäume ruckzuck ein paar Getränkekartons. Und dann sprießen wieder neue Bäume aus dem Boden. Alles super-ökologisch.

Die sich aufdrängende Frage, wie aus den Kartons am Ende wieder Bäume oder sonst was werden soll, beantwortet Bob leider nicht (wie auch andere treffend feststellen). Auch grundsätzlich tut sich der vom Niveau her an die Teletubbies erinnernde 30-Sekünder schwer damit, Fakten zu nennen. Glücklicherweise übernimmt dies stattdessen die Deutsche Umwelthilfe in einer Pressemitteilung. Darin wird etwa die realistische Recycling-Quote von Getränkekartons auf nur rund 35 Prozent beziffert. Zudem sei der Zellstoffanteil über die Jahre zurückgegangen, der Getränkekarton bestünde heute bis zu 34 Prozent aus Kunststoff und bis zu sechs Prozent aus Aluminium. In der Konsequenz hält die Organisation die Befreiung des Getränkekartons von der Pfandflicht für nicht weiter gerechtfertigt.

Link: „Ökologisch vorteilhaft“? – Pfandprivileg für Getränkekartons muss überprüft werden