„Wer ‚Internet-Auftritt‛ sagt, ist raus.“
Vor kurzem bin ich über diesen Tweet von Mario Sixtus gestolpert und musste intuitiv schmunzeln, weil mir - wie vielen anderen sicher auch - die ein oder andere Assoziation mit diesem altbackenden Wörterklotz „Internet-Auftritt“ erschien. Aber als mir der Begriff heute nochmal durch den Kopf geht, da finde ich nun, dass er im Grunde doch recht umfassend und zukunftsweisend ist. Er wird nur oft falsch gebraucht. Einige Leute sagen „Internet-Auftritt“, wenn Sie eine Homepage meinen. Aber der Begriff umfasst tatsächlich sämtliches in Erscheinung treten im Netz. Und dazu gehört neben Website und E-Mail auch etwa die aktive Präsenz in branchenbezogenen Gruppen und Netzwerken, sowie nicht zuletzt die Beschäftigung mit der Frage, was andere über das eigene Unternehmen publizieren und wie mit diesem wertvollen Feedback umgegangen wird.
Was passiert, wenn die Auseinandersetzung mit dem Netz nicht über die eigene Homepage hinauskommt, haben die meisten sicher mehr als einmal leidvoll erlebt. Spontan fällt mir das hier ein: Man füllt auf einer Website brav ein Kontaktformular mit zehn Pflichtfeldern aus und bekommt auch nach Tagen keine Antwort per E-Mail. Statt dessen ruft mal jemand an. Oder schickt einen Katalog per Post. An dieser Stelle auch ein kurzer Gruß an alle Anbieter von Mail2Fax-Gateways, die das Downgraden der Kommunikationsform praktisch professionalisiert haben. Aber ich schweife ab. Um es auf den Punkt zu bringen: Auch wenn die eigene Firma in Fertigbeton macht, ist das kein Grund, eine Website online zu stellen, ohne vorher über den Internet-Auftritt als Gesamtes nachgedacht zu haben.
