Absurder Duschwecker
Als bekennender Warmduscher neige ich ja leider dazu, das morgendliche Duscherlebnis weit über die zur Selbstreinigung erforderliche Zeit hinaus auszudehnen. Um mir - insbesondere in der jetzt langsam heranbrechenden kälteren Jahreszeit - wieder zu etwas mehr Disziplin zu verhelfen, habe ich mir den Duschwecker Efergy Shower Time gekauft. Dieser ermahnt nach einer einstellbaren Literzahl mit lautem Piepen daran, kein Wasser zu verschwenden. Damit das klappt, muss dem Gerät einmalig die Durchflussmenge der Brause mitgeteilt werden. Dazu wird ein beiliegender Messbeutel bis zur Markierung befüllt und die dazu erforderliche Zeit gestoppt. Wird der Wecker danach beim Duschen gestartet, zeigt er die verbrauchte Wassermenge an und signalisiert das Erreichen des Budgets.
Klingt soweit ganz nett und schlau das alles, leider gibt es aber eine derbe Schwachstelle: Der Wecker hat keine Pause-Taste. Wer zum Einseifen den Hahn zudreht, für den tickt die Uhr weiter. Was an die alte Münzdusche vom Campingplatz erinnert ist ein geradezu absurder Mangel der das Gerät am Ende des Tages als das enttarnt, was es wirklich ist: Ein billiger China-Küchenwecker im hübschen grünen Gewand.